Hochsensibilität – starke Menschen für eine bessere Welt

Hochsensible tragen ein enormes Veränderungspotenzial in sich

Zahlreiche Leistungsträger lehnen es kategorisch ab, sich mit „Hochsensibilität“ zu identifizieren. Obwohl sie sich schon immer als „anders“ empfunden haben; alles um sich herum außergewöhnlich feinfühlig wahrnehmen und erkennen; erfüllt sind vom Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung; und daher die Welt um sich herum und darüber hinaus positiv verändern möchten. Andere bezeichnen sie oftmals als „Sensibelchen“.

15 bis 20 Prozent der Menschen sind Hochsensible

Deshalb empfinden sehr viele Hochsensible „Sensibilität“ als „Schwäche“. Doch ein Türöffner für sie ist oftmals die Forschungsarbeit der US-amerikanischen Psychologin Dr. Elaine Aron. Sie erkannte in den 1990er Jahren, dass es den Typus der „Hochsensiblen Person“ geben muss, hat ihre Forschung darauf fokussiert und die Ergebnisse in ihrem 1997 erschienenen Buch „The Highly Sensitive Person“ zusammengefasst. Dieser Band gilt als Standardwerk und hat zahlreiche Forschende aus Psychologie, Neurologie und Biologie zur weiteren intensiven wissenschaftlichen Arbeit zum Thema inspiriert. Mittlerweile gehen die Forschenden davon aus, dass etwa 15 bis 20 Prozent der Menschen als Hochsensible zu verstehen sind.

Hochsensible haben immer Lösungen parat

Erkennen Sie sich im Folgenden wieder? Dr. Elaine Aron beschreibt eine Highly Sensitive Person mit einer Vielzahl von Charakterisierungen, die zwar für die Betroffenen selbst und andere Personen um sie herum anstrengend sein können, doch letztlich dazu führen: Je mehr Einfluss in ihrem Umfeld Hochsensible gewinnen, desto höher stehen die Chancen, dass die von ihnen ausgesandten Impulse dazu führen, die Welt um sie herum zum Besseren hinzuentwickeln.

Denn Hochsensible sind in ständiger Vibration. Weil sie so viel wahrnehmen, gleichzeitig Unzulängliches erkennen – und auch schon eine Lösung parat haben. Elaine Aron beschreibt mit ihrer Charakterisierung folglich Menschen, die ich „Pioniere und Pionierinnen des Wandels“ nenne, statt sie als Hochsensible zu bezeichnen. Denn in so vielen Coachings habe ich die Abwehr von Coachees gegenüber dieser Bezeichnung erfahren. „Wandelpionier“ hingegen ist eine Bezeichnung, mit der sie sich spontan identifizieren.

Im Coaching Akzeptanz und Strategien entwickeln

Ganz gleich ob Hochsensible oder Pioniere des Wandels: Diese Menschen sind stark, sobald sie ihre innere Ausstattung akzeptieren und Strategien für die Herausforderungen ihres Anders-Seins erlernt haben. Auf beides zielen folglich meine Coachings ab.

Denn das ist eindeutig stark: Beispielsweise die überdurchschnittlich hohe Empathie, mit der Hochsensible sehr schnell die Stimmung in ihrem Gegenüber und in Räumen erspüren. Weil Sie Menschen „lesen“ können, können sie Menschen hervorragend führen. Ebenso stark ist es, sich innerlich tief berühren zu lassen und daher andere Menschen tief innerlich berühren zu können. Das ist ein großartiges Führungsinstrument. Oder: Hochsensible reagieren oftmals nicht sofort, sondern analysieren das gerade Erlebte erst einmal. Erst darauf folgt, von einer Metaebene ausgehend, eine – und zwar sehr angemessene – Aktion. Ist das etwa eine Schwäche? Ganz im Gegenteil: Es ist ein weiteres effektives Führungstool der Hochsensiblen. Weil dadurch eine produktive Atmosphäre geschaffen wird – statt einer vergifteten durch reflexhafte, rein impulsive Reaktionen.

Die positiven Aspekte der Hochsensibilität aufleuchten lassen

Trotzdem: Das Leben ist für Hochsensible oftmals nicht einfach. Faszinierend ist jedoch, dass es gut erlernbare Strategien gibt, die Herausforderungen zu überwinden. Um so ganz in die Kraft des Anders-Seins zu gelangen und aus ihr heraus zu handeln. Dann leuchten die positiven Aspekte der Hochsensibilität auf – zum eindeutigen Profit des gesamten Umfelds. Sobald die erlernten Strategien greifen, wünschen sich hochsensible Menschen nichts lieber, als aus diesem Spirit heraus verbunden zu sein. Und das sie umgebende Umfeld möchte unbedingt mit diesem Menschen weiterhin verbunden sein.

Sehr funktionale Mitarbeitende, Teammitglieder und Führungskräfte

Forschende beschreiben Hochsensible so: Es sind Menschen, die über eine niedrige Reizschwelle verfügen, dank ihrer komplex vernetzten Wahrnehmungsfähigkeit ein ausgeprägtes Gespür für Details haben, sehr gewissenhaft sind und dazu neigen, ihr Handeln im Vorfeld zu reflektieren. Allesamt Eigenschaften, die sie zu sehr funktionalen Mitarbeitenden, Teammitgliedern und Führungskräften machen.

Dass Hochsensibilität für menschliche Gemeinschaften schon immer bedeutsam ist, erklären Wissenschaftler auch aus evolutionsbiologischer Sicht: Dieses Merkmal hat sich über die Jahrtausende nur deshalb erhalten, weil es für die Menschheit dienlich sein muss.

Balance in Leben und Berufsalltag finden

Deshalb geht es für Hochsensible darum, eine Balance in Leben und Berufsalltag zu finden. Zwar geraten sie aufgrund ihrer feinen Wahrnehmung schnell in Zustände hoher Erregung. Daraus können Dauerstresssymptome resultieren. Gleichzeitig profitieren hochsensible Menschen von sehr intensiven positiven Erfahrungen. Vor allem dann, wenn ihr inneres Wertesystem angesprochen wird. Daraus erwächst der starke innere Impuls, zu positiven Veränderungen in der Gesellschaft beitragen zu wollen.

Im Coaching analysieren wir daher den biografischen Punkt, ab dem die hochsensible Person durch ihr Anders-Sein in Konflikt mit ihrer Mitwelt geraten ist. Und stärken im nächsten Schritt die Wahrnehmung des Potenzials der vorhandenen Hochsensibilität, das so wertvoll für diesen Menschen ist.

„Ich war schon immer anders”

Eine charakteristische Aussage von Hochsensiblen lautet: „Ich war schon immer anders”. Dieses „Anders-Sein” wird empfunden als ein Fremdsein in dieser Welt. Und das ist sogar wissenschaftlich Erklärbar: Die besondere Art der Wahrnehmung von Hochsensiblen ist begründet in einer besonderen Art der Informationsverarbeitung im Gehirn.

Denn Hochsensible spinnen ihre Wahrnehmungsfäden kreuz und quer durch ihr Umwelt und registrieren an jedem der so entstehenden Wahrnehmungspunkte im Netz jedes Ereignis um sie herum. Dieses Wahrnehmungsnetz ist extrem fein gesponnen. Und jedes Ereignis wird sehr intensiv wahrgenommen. Empfundene Ungerechtigkeit, unsensibles Verhalten anderer oder auch Naturzerstörung erhalten für Hochsensible oftmals den Charakter von etwas Bedrohlichem – weil sie so sehr auf Gerechtigkeit und ein harmonisches Miteinander aus sind, unter den Menschen und im Umgang mit Tier sowie Natur. Daraus entsteht ein sehr hoher Anspruch an eigene Handlungen und die der anderen.

Dieses Anders-Sein führt oftmals dazu, dass sich Hochsensible nicht nur ausgegrenzt fühlen, sondern tatsächlich gemobbt werden. Doch tatsächlich sind gerade diese Hochsensiblen dazu befähigt, als Pioniere und Pionierinnen des Wandels unsere Welt zu einem besseren Ort zu gestalten – auch für diejenigen, die sie heute noch ablehnen.

Durch unser Coaching die berufliche Heimat finden

Daher: Sobald Pioniere und Pionierinnen des Wandels ihre Identität geklärt und erweitert haben, jetzt zu sich selbst stehen und Ihr hohes Veränderungspotenzial akzeptiert haben – dann werden sie tatsächlich zu angesehenen Akteuren, die die Welt so verändern, wie sie es sich schon lange gewünscht haben. Sie haben ihre Heimat gefunden, beruflich und privat.

Wandelpioniere Podcast: Hochsensibilität im Beruf

Kristian Kretschmann von rexx Systems spricht mit Christian Schneider, Business Coach in Hamburg, Wandelpioniere über das Thema „Hochsensibilität im Beruf“.

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Vier Merkmale der Hochsensiblen

Die Psychologin Dr. Elaine Aron beschreibt vier Hauptaspekte (DOES-Kriterien), die charakteristisch für hochsensible Menschen sind:

Depth of Processing

Tiefe und anhaltende Verarbeitung von Sinnesreizen und Informationen

Overstimulation

Die große Empfänglichkeit von Reizen (optisch, akustisch, taktil) und der vorhandenen Verarbeitungstiefe führt zu schneller Überstimulation

Emotional Reactivity and High Empathy

Reiches emotionales Innenleben (emotionale Berührbarkeit, Empathie, Sinnsuche) und eine hohe Reaktivität auf physiologische Reize (z. B. Hunger, Kälte, Stressempfinden)

Sensitivity to Subtile Stimuli

Ausgeprägte Wahrnehmung von subtilen Reizen und Details

Diese Hauptmerkmale der Hochsensiblen führen dazu, dass betroffene Personen auf eine neue Situation zunächst abwartend und beobachtend reagiert. Sie betrachten und verarbeiten das Erlebte auf einer Meta-Ebene und handelt dann mit großer innerer Sicherheit. Gerade dieses Merkmal von Hochsensiblen ist die Basis für deren hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit im Prozess von Veränderungen. Diese Pioniere und Pionierinnen des Wandels werden daher als Architektinnen und Architekten von Change-Prozessen überall in Wirtschaft und Gesellschaft dringend benötigt.

Fachbuch Hochsensibilität: Worauf es in der Begleitung Hochsensibler ankommt

An diesem Fachbuch über Hochsensibilität habe ich aus Coautor mitgewirkt.

„Hochsensibilität – das ist nicht nur für die Betroffenen ein Thema, das es zu verstehen gilt. Auch Angehörige und Begleitpersonen brauchen Informationen, wie sie mit diesem psychologischen Phänomen umgehen können und sollten. Mit einem Buch aus multidisziplinärer Sicht auf das Thema Hochsensibilität stellen sich sechs Autoren einem aktuell umstrittenen Begriff mit ungenauer Definition. Ihr gemeinsames Ziel: Bestimmung eines genaueren Profils und eine differenzierte Betrachtung. Praxisbezogen angesiedelt zwischen Beobachtung, wissenschaftlichen Elementen sowie gegenseitiger und persönlicher Reflexion durch die Autoren zeigt das Buch verschiedene Facetten von Hochsensibilität. Die Betrachtungen münden darin, Hochsensiblen eine Position in der Gesellschaft zuzuordnen, die ihrer persönlichen Bestimmung entspricht. Dies ermöglicht einen besseren Umgang.“

Dieses Fachbuch ist bei Amazon erhältlich.

Weitere Merkmale der Hochsensibilität

Welche Symptome der Hochsensibilität gibt es?

Hochsensible Menschen sind schon ihr ganzes Leben lang auf der Suche. Sie empfinden eine fast schmerzhafte Sehnsucht, ohne genau zu wissen wonach. Sie sind hin- und hergerissen zwischen dem, was sie als „richtig und gut“ empfinden und dem, was sie in ihrer Umwelt tatsächlich vorfinden. Und sie treibt ein geradezu süchtiges Verlangen danach an, einen Sinn hinter allem zu finden, natürlich auch in der beruflichen Tätigkeit.

Etliche hochsensible Menschen empfinden sich als „high sensation seeker“, die Grenzen bewusst überschreitet, um intensiver zu fühlen und zu genießen. Damit ist nicht der Kick des Fallschirmsprungs gemeint, sonders intensives Erleben wie tiefes berührt sein durch Musik.

Doch es gibt zahlreiche weitere Charakteristika der Hochsensiblen. Auch die folgende Liste greift nur einige davon auf. Grundsätzlich gilt: Hochsensible sind ungeheuer spannende Menschen! Haben sie erst einmal ihre inneren Blockaden überwunden, hält sie niemand mehr auf – und sie ermöglichen eindrucksvolle Veränderungen.

Woran erkenne ich Hochsensible?

  • Hochsensible fühlen sich zu Gruppen nie wirklich zugehörig
  • Sie haben ein ausgeprägtes Wertesystem, das sie ausleben möchten, ohne andere Menschen zu verletzen
  • Monotone Aufgaben sind Hochsensiblen zuwider
  • Sie haben „Déjà-vu“-Erlebnisse – und vorerlebte Situationen treten kurz darauf ein
  • Hochsensible haben eine Sehnsucht nach tiefen Kontakten statt nach vielen
  • Sie wechseln leicht zwischen verschiedenen mentalen und emotionalen Welten
  • Sie sind „Grenzgänger“, loten stets die Grenzen zwischen sich und ihrem Gegenüber aus.
  • Deswegen empfinden sie Grenzverletzungen als unerträglich und sogar bedrohlich
  • Hochsensible sind intensive Vielfühler
  • Aufgrund ihrer hohen Empathie fällt es ihnen oft schwer, zwischen ihren und den Gefühlen eines Gegenübers zu unterscheiden. Das kann belasten und unnötig Energie verbrauchen
  • Das Autonomes Nervensystem (ANS) von Hochsensible ist ständig höher grunderregt als bei Menschen, die nicht hochsensibel sind
  • Daher reagiert ihr ANS im Dauerstress-Modus mit Nicht-Regulationsfähigkeit, wodurch ihre Handlungsmöglichkeit deutlich eingeschränkt ist
  • Wissenschaftlich beschrieben: Gerät ein hochsensibler Mensch in eine für ihn schwierige Situation, reagiert sein Nervensystem schneller, also sensitiver. Es hat eine höhere Dynamik und die ausgelöste Reaktion hallt viel länger nach. Daher dauert es länger, bis sich ein hochsensibler Mensch wieder „abgeregt“ hat
  • Hochsensible sind sehr spirituell, suchen nach persönlicher Weiterentwicklung und nach innerer Verbindung, auch zur Natur, oftmals mit esoterischen Praktiken
  • Hochsensible neigen zu Dauerstresserkrankungen

Hochsensible können Strategien erlernen, dank derer sie die Auswirkungen aller erst einmal negativ erscheinenden Merkmale umkehren: Statt Leidensdruck zu empfinden leben sie künftig ihr fein ausgeprägtes wunderbares Potenzial zum eigenen und dem Wohl anderer hochbefriedigend aus.

Auf diesen befreienden Switch sind meine Coachings ausgerichtet.

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Über meine Arbeit

Bereichern Sie diese Welt

Pioniere und Pionierinnen des Wandels bereichern mit ihrer Innovationskraft unsere Lebens- und Arbeitswelt. Sie werden dringend gebraucht. Weil sie das Gefühl antreibt, dass es auch anders gehen muss. Und sie möchten aktiver Teil der Veränderung sein, die sie sich für diese Welt wünschen: mehr Verbundenheit, mehr Sinnhaftigkeit, mehr werteorientiertes Handeln.

Die größte Herausforderung für Pioniere und Pionierinnen des Wandels: Weil sie eine so immens ausgeprägte und vernetzte Wahrnehmungsfähigkeit haben und daher selbst hochkomplexe Zusammenhänge schnell erkennen, stoßen sie so oft auf äußere Widerstände. Und weil Sie deshalb glauben, ihr – so wertvolles – „Anders-Sein“ als Grund für diese Ablehnung betrachten zu müssen, folgen auf die Widerstände im außen auch noch die in ihrer Innenwelt. Doch: Gerade dieses Anders-Sein ist Quell ihrer Veränderungsenergie.

Deshalb lösen wir im Coaching das blockierende Spannungsfeld gemeinsam auf. Dafür klären und erweitern wir die Wahrnehmung Ihrer Identität – nach innen und nach außen. Sie erhalten neue Orientierung, stehen klar und souverän für sich ein. Und agieren ebenso nach außen. Damit Sie diese Welt bereichern.

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